Senior Experten bei Bosch, Daimler und Otto

Einige der größten deutschen Unternehmen haben Senior Experten für sich entdeckt. Ehemalige Angestellte, die die Firmen mit Erfahrung und Verhandlungsgeschick aus dem Ruhestand heraus bereichern. Kleinere Schwierigkeiten gleichen sie aus. 

„Sie haben Firmenwissen, dass Sie so auf dem Markt nicht finden“, erklärt Christoph Ebeling, Personalmanager der Otto Group, einen der Hauptgründe hinter der Strategie des Unternehmens, ehemalige Mitarbeiter als Senior Experten anzustellen. Aus dem Ruhestand heraus sollen sie Otto für zeitlich begrenzte Projekte mit ihrer Erfahrung und Expertise bereichern.

Allein steht das Unternehmen damit nicht. Bosch rief 1999 sein Programm Bosch Management Support Group (BMH) ins leben.  Daimler holt Pensionäre für maximal sechs Monate im Jahr zurück.

Höhere Kosten, dafür keine Einlernphase und Aussicht auf Folgeaufträge

Ein Vorteil: Es bedarf keiner langen Einlernphase. Senior Experten sind von Tag eins an einsatzbereit. Zudem beherrschen sie ältere Programmiersprachen, kennen althergebrachte Arbeitsabläufe. Gleichzeitig erwarten Unternehmen eine Bereitschaft, als Pensionäre noch neue Dinge zu lernen.

Nur so erhalten Firmen die für ihren Erfolg wichtige Kombination aus Innovationskraft und umfangreichem Erfahrungsschatz. Günstig ist die Lösung nicht. Das Honorar von Senior Experten orientiert sich am letzten Gehalt und steigt über die Jahre an, ist damit höher als jenes jüngerer Arbeitskräfte.

Andererseits machen sie die Mehrkosten durch ihr Verhandlungsgeschick und souveränes Auftreten wett. Senior Experten kommunizieren mit Auftraggebern auf Augenhöhe und ziehen lukrative Folgeaufträge an Land.

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Quelle: spiegel.de